Die sicherste Grußformel für geschäftliche E-Mails ist „Mit freundlichen Grüßen“ oder die etwas modernere Kurzform „Freundliche Grüße“. Kennen Sie Ihr Gegenüber schon, sind „Viele Grüße“ und „Beste Grüße“ die üblichen neutralen bis freundlichen Varianten, „Schöne Grüße“ klingt persönlicher und passt zu Menschen, mit denen Sie bereits locker schreiben. Nach der Grußformel steht kein Komma, und Abkürzungen wie MfG, LG oder VG haben in Geschäftsmails nichts verloren.
Unten finden Sie über 40 Grußformeln nach Anlass sortiert, den direkten Vergleich von Schöne, Beste und Viele Grüße, Regeln zu Rechtschreibung und Zeichensetzung nach DIN 5008, Grußformeln für Bewerbung, Ausland und schwierige Anlässe und die Formeln, die Sie besser vermeiden.
Die richtige Grußformel in drei Fragen
Sie müssen keine Liste auswendig lernen. Drei Fragen genügen:
- Wie gut kenne ich die Person? Erstkontakt, Kundschaft, Behörden und Bewerbungen bekommen eine förmliche Grußformel. Kolleginnen und Kollegen, mit denen Sie täglich schreiben, eine lockere.
- Wie habe ich die Mail begonnen? Anrede und Gruß gehören zusammen. „Sehr geehrte Frau Schneider“ endet mit „Mit freundlichen Grüßen“, „Liebe Frau Schneider“ oder „Hallo Frau Schneider“ eher mit „Viele Grüße“ oder „Herzliche Grüße“. Die Etikette-Trainerin Elisabeth Bonneau rät, mit lieben oder herzlichen Grüßen erst zu schließen, wenn man die Mail auch so eröffnet.
- Wie schreibt mein Gegenüber? Spiegeln ist die einfachste Regel. Unterschreibt Ihr Kunde mit „Viele Grüße“, dürfen Sie das auch. Den Schritt zu mehr Nähe überlassen Sie laut Bonneau am besten der anderen Seite, besonders bei Vorgesetzten und wichtigen Kunden, und ziehen dann nach.
Im Zweifel nehmen Sie die förmlichere Variante. Über „Freundliche Grüße“ hat sich noch niemand beschwert.
Schöne Grüße, Beste Grüße, Viele Grüße: der Unterschied
Diese drei sind die meistgesuchten Grußformeln, und sie werden oft verwechselt. Alle drei sind korrekt, sie wirken aber unterschiedlich.
| Grußformel | Wirkung | Passt für |
|---|---|---|
| Mit freundlichen Grüßen | förmlich, neutral, nie falsch | Erstkontakt, Angebote, Behörden, Bewerbung |
| Freundliche Grüße | förmlich, etwas moderner | fast alles Geschäftliche |
| Viele Grüße | neutral, freundlich | laufende Korrespondenz, Kollegen, Kunden, die man kennt |
| Beste Grüße | freundlich, leicht locker | laufende Korrespondenz, Netzwerk, Agenturen |
| Schöne Grüße | persönlich, locker | Menschen, mit denen Sie schon entspannt schreiben |
| Herzliche Grüße | warm, persönlich | gute Geschäftsbeziehungen, Dank, Glückwünsche |
| Liebe Grüße | privat | Familie und Freunde, nicht im Job |
Viele Grüße
„Viele Grüße“ ist neben „Mit freundlichen Grüßen“ die neutralste Wahl. Elisabeth Bonneau nennt beide in einem dpa-Interview „die beiden neutralsten Varianten“, mit denen man in beruflichen E-Mails „auf der sicheren Seite“ sei. „Viele Grüße“ wirkt freundlich, ohne anbiedernd zu sein, und passt deshalb in die meisten Mails, sobald der erste förmliche Austausch vorbei ist.
Beste Grüße
An „Beste Grüße“ scheiden sich die Geister. Bonneau rät davon ab: „Die gibt es nicht, weil es ja auch keine guten Grüße gibt.“ Der Duden sieht das entspannter und führt „Beste Grüße“ und „Mit den besten Grüßen“ als lockerere Varianten für den geschäftlichen Bereich, vorausgesetzt, man ist sicher, dass der Empfänger sie nicht als unangemessen empfindet.
Unsere Einschätzung: „Beste Grüße“ ist korrekt und im Berufsalltag weit verbreitet, vor allem in Agenturen, Start-ups und im Austausch mit Menschen, die man kennt. Für einen Erstkontakt mit einer Behörde oder einer konservativen Branche ist „Freundliche Grüße“ die sicherere Wahl.
Schöne Grüße
„Schöne Grüße“ klingt persönlicher als „Viele Grüße“ oder „Beste Grüße“, fast wie im Gespräch. Das macht es sympathisch, aber auch etwas weniger förmlich. Nutzen Sie es bei Menschen, mit denen Sie bereits locker schreiben, etwa nach einem Telefonat oder bei langjährigen Kunden. Der Duden nennt in seinem Ratgeber die Form „Schönen Gruß“ unter den gängigen Möglichkeiten. Mit einem Ort ergänzt („Schöne Grüße aus Freiburg“) wirkt es noch persönlicher.
Mit freundlichen Grüßen oder Freundliche Grüße?
Beide sind förmlich und korrekt. „Mit freundlichen Grüßen“ ist die klassische Briefformel. Laut Bonneau verzichtet man heute oft auf das „Mit“. „Freundliche Grüße“ ist kürzer und klingt einen Hauch moderner, ohne an Höflichkeit zu verlieren. Für Bewerbungen, Behörden und den Erstkontakt passen beide.
Förmliche Grußformeln
Für Erstkontakt, Angebote, Reklamationen, Behörden und alles, was Sie nicht falsch machen wollen.
- Mit freundlichen Grüßen: Der Standard. Passt immer, wenn Sie unsicher sind.
- Freundliche Grüße: Gleich förmlich, etwas zeitgemäßer.
- Mit freundlichem Gruß: Die Einzahl. Etwas knapper, ebenfalls korrekt, der Duden nennt sie ausdrücklich.
- Mit verbindlichen Grüßen: Laut Duden „noch ein wenig förmlicher“. Gut für Verhandlungen und Verträge.
- Mit besten Grüßen: Liegt zwischen förmlich und freundlich, wärmer als „Mit freundlichen Grüßen“. Der Duden zählt „Mit den besten Grüßen“ zu den etwas lockereren Varianten.
- Hochachtungsvoll: Sehr distanziert. Heute fast nur noch in Schreiben, in denen Distanz gewollt ist, etwa bei einer Beschwerde. In normaler Korrespondenz wirkt es kühl.
- Mit kollegialen Grüßen: Unter Berufskollegen derselben Zunft, etwa zwischen Kanzleien oder Praxen.
- Freundliche Grüße aus Hamburg: Die förmliche Formel mit Ortsangabe gibt ein kleines persönliches Signal, ohne locker zu werden.
Neutrale Grußformeln für den Arbeitsalltag
Für laufende Korrespondenz mit Kunden, Dienstleistern und Kollegen.
- Viele Grüße: Die neutralste Wahl nach dem ersten Austausch.
- Beste Grüße: Freundlich, verbreitet, für manche Leser etwas salopp (siehe oben).
- Herzliche Grüße: Warm, für gute Geschäftsbeziehungen und nach einem persönlichen Treffen.
- Mit herzlichem Gruß: Die Einzahl, etwas förmlicher als „Herzliche Grüße“. Der Duden nennt sie als lockerere Variante.
- Viele Grüße aus Köln: Neutral mit Ortsangabe, gut bei Partnern in anderen Städten.
- Gruß: Sehr knapp. Laut Bonneau in Ordnung, wenn Sie „zum achten Mal am Tag hin und her schreiben“. Nicht im Erstkontakt.
- Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende: Für Freitagsmails. Keine eigene Zeile für den Wochenendwunsch nötig.
- Viele Grüße und bis morgen: Wenn ein Termin am nächsten Tag ansteht.
- Beste Grüße und bis bald: Für laufende Projekte.
Freundliche und lockere Grußformeln
Für Menschen, mit denen Sie per Du sind oder schon entspannt schreiben.
- Schöne Grüße: Persönlich und herzlich.
- Herzlichst: Laut Duden eine lockerere Variante. Kurz und warm.
- Bis bald: Ohne „Grüße“, nur zwischen Menschen, die sich kennen.
- Bis später: Für interne Mails am selben Tag.
- Danke dir und viele Grüße: Unter Kollegen per Du.
- Liebe Grüße: Laut Duden nur für den privaten Bereich. Im Job allenfalls unter Kollegen, die befreundet sind.
- Ciao / Tschüss: Nur intern und nur, wenn das Team so redet.
Grußformeln mit Dank
Wenn die Mail eine Bitte oder einen Dank enthält, verbinden viele beides in einer Zeile.
- Vielen Dank und freundliche Grüße: Förmlich, für Dank nach einer erledigten Sache.
- Herzlichen Dank und viele Grüße: Warm, für echte Hilfe.
- Danke für Ihre Unterstützung und freundliche Grüße: Für Projektpartner.
- Vielen Dank vorab und freundliche Grüße: Wenn Sie um etwas bitten. „Danke im Voraus“ kann allerdings so klingen, als sei die Erledigung selbstverständlich. Bei großen Bitten lieber im Text danken.
Grußformel in der Bewerbung
In der Bewerbung gilt: förmlich, aber nicht steif.
- Mit freundlichen Grüßen: Der Standard für Anschreiben und Bewerbungsmail.
- Freundliche Grüße: Ebenso passend und etwas moderner.
- Mit besten Grüßen: Wenn Sie etwas wärmer klingen möchten, zum Beispiel nach einem Telefonat mit der Personalabteilung.
- Viele Grüße: Nur, wenn die Stellenanzeige selbst duzt oder sehr locker formuliert ist. Dann spiegeln Sie den Ton.
Nach der Grußformel folgen Ihr vollständiger Name und darunter Ihre Telefonnummer, damit man Sie ohne Suchen zurückrufen kann. Ein LinkedIn- oder Xing-Profil ist eine Option, kein Muss.
Grußformeln für schwierige Anlässe
Bei Beileid, Absagen oder Konflikten passt eine fröhliche Grußformel nicht.
- Mit stillem Gruß: Für Kondolenzen.
- In stiller Anteilnahme: Ebenfalls für Trauerfälle, etwas förmlicher.
- Mit herzlicher Anteilnahme: Wärmer, wenn Sie die Person gut kennen.
- Mit freundlichen Grüßen: Bei Absagen, Kündigungen und Reklamationen bleibt die Standardformel die beste Wahl. Sie ist höflich und lässt keinen Raum für Missverständnisse.
Grußformeln auf Englisch und international
In internationalen Mails schreiben Sie in der Sprache Ihres Gegenübers. Die wichtigsten englischen Entsprechungen:
- Kind regards: Das Gegenstück zu „Freundliche Grüße“. Passt fast immer.
- Best regards: Ebenfalls sicher, etwas lockerer.
- Best wishes: Freundlich und warm, gut für bestehende Kontakte.
- Yours sincerely / Yours faithfully: Britische Briefkonventionen. „Yours faithfully“ schließt einen Brief mit unbekannter Anrede („Dear Sir or Madam“), „Yours sincerely“ einen mit Namen.
- Sincerely: Die förmliche US-Variante.
- Thanks / Many thanks: Im englischen Arbeitsalltag sehr verbreitet, auch als alleinige Grußformel.
Zwei Unterschiede zum Deutschen: Im Englischen steht nach der Grußformel üblicherweise ein Komma („Best regards,“), im Deutschen nicht. Und englischsprachige Mails werden schneller informell. Im selben dpa-Text heißt es, dass im Englischen „ein simples ‚Hi‘ und ein ‚Best‘“ oft schon „das höchste der Gefühle“ seien.
- Freundliche Grüsse: In der Schweiz schreibt man ohne ß, also „Grüsse“. Wenn Sie an Schweizer Kunden schreiben, ist das kein Fehler, sondern die dortige Rechtschreibung.
Rechtschreibung und Zeichensetzung nach DIN 5008
Die Norm DIN 5008 regelt die Gestaltung von Geschäftsbriefen und E-Mails. Für die Grußformel sind vier Punkte wichtig.
Kein Komma nach der Grußformel
Der häufigste Fehler. Richtig ist:
Mit freundlichen Grüßen
Julia Schneider
Falsch ist „Mit freundlichen Grüßen,“ mit Komma. Der Duden ist eindeutig: „Die Grußformel bleibt grundsätzlich ohne Satzzeichen“, und das gilt laut Duden „gleichgültig, ob es sich um einen Geschäftsbrief oder um private Korrespondenz handelt“. Auch die Haufe Akademie schreibt zur DIN 5008: „nach der Grußformel steht kein Komma.“ Ausrufezeichen und Punkt sind ebenso falsch: nicht „Schönen Gruß!“, nicht „Viele Grüße.“. Das Komma ist eine Gewohnheit aus dem Englischen, wo es tatsächlich üblich ist.
Leerzeile vor der Grußformel
Nach DIN 5008 wird die Grußformel „durch eine Leerzeile vom Text getrennt“ (Haufe Akademie). Darunter folgt Ihr Name, danach die Signatur mit Position, Firma und Kontaktdaten.
Groß- und Kleinschreibung
Das erste Wort der Grußformel schreiben Sie groß, die übrigen wie im normalen Satz: „Mit freundlichen Grüßen“, nicht „Mit Freundlichen Grüßen“. „Grüße“ ist ein Nomen und immer groß. In Deutschland und Österreich schreiben Sie „Grüße“ mit ß, in der Schweiz „Grüsse“.
Grußformel im Satz
Früher endeten Briefe oft mit einem Satz wie „Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen“. Das wirkt heute altmodisch. Schreiben Sie den letzten Satz als eigenen Satz mit Punkt und setzen Sie die Grußformel nach einer Leerzeile darunter:
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Schneider
Und die Anrede?
Spiegelbildlich zur Grußformel steht nach der Anrede („Sehr geehrte Frau Schneider,“) ein Komma, und der Text beginnt danach klein, sofern das erste Wort kein Nomen oder die Höflichkeitsform „Sie“ ist.
Diese Grußformeln sollten Sie vermeiden
- MfG: Der Duden führt es als Abkürzung für „Mit freundlichen Grüßen“. In einer Geschäftsmail wirkt es aber so, als sei Ihnen die Höflichkeit nicht einmal drei Wörter wert. Schreiben Sie es aus.
- LG und VG: Dasselbe Problem. Unter Freunden in Ordnung, gegenüber Kunden und Vorgesetzten nicht.
- Liebe Grüße an Kunden: Laut Duden gehört „Liebe Grüße“ in den privaten Bereich.
- Verzierte Grüße: „Sportliche Grüße aus dem sonnigen München“ nennt Bonneau als Beispiel für Formeln, die „meistens schief“ gehen. Ein schlichter Ort („Viele Grüße aus München“) ist dagegen unproblematisch. Der Ratgeber arbeits-abc.de findet persönliche Varianten wie „Herzliche Grüße aus dem sommerlichen München“ sogar ansprechend. Unsere Empfehlung: Ortsangabe ja, Wetter und Laune nur bei Menschen, die Sie gut kennen.
- Mit freundlichsten Grüßen: Die Steigerung wirkt übertrieben und manchmal ironisch.
- Hochachtungsvoll im Alltag: Klingt in normaler Korrespondenz kühl und distanziert.
- Gar keine Grußformel im Erstkontakt: Unter Kollegen, die zum zehnten Mal hin und her schreiben, ist das in Ordnung. In der ersten Mail an einen Kunden wirkt es unhöflich.
- Komma nach der Grußformel: Siehe oben.
Grußformel und E-Mail-Signatur: so passt beides zusammen
Die Grußformel ist die letzte Zeile Ihres Textes, die Signatur der Block mit Ihren Kontaktdaten darunter. Beides wird zusammen gelesen. Drei Tipps:
1. Die Grußformel nicht fest in die Signatur einbauen. Wer „Mit freundlichen Grüßen“ dauerhaft in die Signatur schreibt, kann nicht mehr variieren und schreibt am Ende „Mit freundlichen Grüßen“ an die Kollegin, mit der man seit Jahren per Du ist. Tippen Sie die Grußformel lieber jedes Mal selbst. Wenn Sie sie doch einbauen, dann eine neutrale Variante wie „Viele Grüße“.
2. Grußformel und Signatur im Ton abstimmen. Eine förmliche Grußformel über einer bunten Signatur mit drei Bannern wirkt widersprüchlich, ein „Liebe Grüße“ über einem Block mit Handelsregisternummer ebenso. Eine ruhige Signatur mit klarer Schrift passt zu jeder Grußformel.
3. Den Namen nicht doppeln. Steht Ihr Name schon als erste Zeile in der Signatur, schreiben Sie ihn nicht noch einmal zwischen Grußformel und Signatur. Eine Zeile reicht.
So sieht das Ganze aus:
Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Den Termin am Dienstag bestätige ich gern.
Viele Grüße
Julia Schneider
Projektleitung
Nordlicht Solar AG
Tel. +49 40 5551234 · nordlicht-solar.de
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Grußformeln nach Situation: die Kurzübersicht
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Erstkontakt, Angebot, Behörde | Mit freundlichen Grüßen / Freundliche Grüße |
| Bewerbung | Mit freundlichen Grüßen |
| Kunde, mit dem Sie regelmäßig schreiben | Viele Grüße / Beste Grüße |
| Kollegin oder Kollege per Sie | Viele Grüße |
| Kollegin oder Kollege per Du | Viele Grüße / Schöne Grüße / Bis bald |
| Dank für Hilfe | Herzlichen Dank und viele Grüße |
| Beschwerde, Mahnung | Mit freundlichen Grüßen |
| Beileid | Mit stillem Gruß / In stiller Anteilnahme |
| Englischsprachiger Kontakt | Kind regards / Best regards |
| Schweizer Kunde | Freundliche Grüsse |
Häufige Fragen zur Grußformel
Kommt nach „Mit freundlichen Grüßen“ ein Komma?
Nein. Nach der Grußformel steht im Deutschen kein Satzzeichen, weder Komma noch Punkt noch Ausrufezeichen. Der Duden schreibt, die Grußformel bleibe „grundsätzlich ohne Satzzeichen“, in Geschäftsbriefen wie in privater Post. Das Komma stammt aus dem Englischen, wo „Best regards,“ tatsächlich üblich ist.
Ist „Beste Grüße“ korrekt?
Ja. Der Duden nennt „Beste Grüße“ als lockerere Grußformel für den geschäftlichen Bereich, wenn der Empfänger sie nicht als unpassend empfindet. Manche Etikette-Trainer raten davon ab, weil es keine „guten“ Grüße gebe. Im Berufsalltag ist sie weit verbreitet. Für Erstkontakt und Behörden ist „Freundliche Grüße“ sicherer.
Kann man „Schöne Grüße“ geschäftlich verwenden?
Ja, bei Menschen, mit denen Sie bereits locker schreiben, zum Beispiel nach einem Telefonat oder bei langjährigen Kunden. Für eine erste Kontaktaufnahme, eine Bewerbung oder ein Schreiben an eine Behörde ist „Schöne Grüße“ zu persönlich. Dort passt „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“.
Darf ich MfG abkürzen?
In Geschäftsmails besser nicht. MfG ist zwar eine im Duden verzeichnete Abkürzung für „Mit freundlichen Grüßen“, wirkt in einer E-Mail aber lieblos und gleichgültig. Wer höflich sein will, schreibt die drei Wörter aus. Das Gleiche gilt für LG und VG.
Welche Grußformel passt in eine Bewerbung?
„Mit freundlichen Grüßen“ oder „Freundliche Grüße“. Beide sind förmlich, höflich und in jeder Branche passend. Duzt die Stellenanzeige oder ist das Unternehmen erkennbar locker, können Sie den Ton spiegeln und „Viele Grüße“ schreiben. Abkürzungen und „Liebe Grüße“ gehören nicht in eine Bewerbung.
Was ist der Unterschied zwischen „Viele Grüße“ und „Freundliche Grüße“?
„Freundliche Grüße“ ist förmlicher und passt auch im Erstkontakt. „Viele Grüße“ ist eine Spur persönlicher und eignet sich, sobald Sie mit jemandem bereits in Kontakt stehen. Beide gelten als sicher. Etikette-Expertin Elisabeth Bonneau nennt „Mit freundlichen Grüßen“ und „Viele Grüße“ „die beiden neutralsten Varianten“.

