Die sicherste Grußformel auf Englisch ist „Kind regards“, dicht gefolgt von „Best regards“. Beide passen in fast jede geschäftliche E-Mail, vom Erstkontakt bis zur zehnten Antwort. In förmlichen Briefen gilt die britische Regel: „Yours sincerely“, wenn Sie die Person mit Namen anreden, „Yours faithfully“ nach „Dear Sir or Madam“. In den USA ist „Sincerely“ in beiden Fällen üblich. Anders als im Deutschen steht nach der englischen Grußformel üblicherweise ein Komma, und großgeschrieben wird nur das erste Wort.
Unten finden Sie alle gängigen englischen Grußformeln mit ihrer Tonlage, die Kombination von Anrede und Gruß, eine Übersetzungstabelle vom Deutschen ins Englische, die typischen Fehler deutscher Absender und wie die Signatur unter der englischen Grußformel aussieht, inklusive Pflichtangaben für deutsche Firmen.
Englische Grußformeln im Überblick
| Grußformel | Förmlichkeit | Passt für |
|---|---|---|
| Yours faithfully, | sehr förmlich, britisch | Brief oder Mail an „Dear Sir or Madam“ |
| Yours sincerely, | förmlich, britisch | Brief oder förmliche Mail an eine Person mit Namen |
| Sincerely, / Sincerely yours, | förmlich, amerikanisch | Briefe, Bewerbungen, förmliche Mails in die USA |
| Yours truly, | förmlich, vor allem amerikanisch | Briefe in die USA |
| Respectfully, | sehr förmlich, eher amerikanisch | Behörden, Gerichte, Amtsträger |
| Kind regards, | neutral bis förmlich | fast alle geschäftlichen Mails |
| Best regards, | neutral, freundlich | laufende Korrespondenz, auch Erstkontakt |
| Regards, | neutral, knapp | kurze Antworten, technische Rückfragen |
| Warm regards, | freundlich, warm | gute Geschäftsbeziehungen, nach einem Treffen |
| Best wishes, | freundlich | Menschen, die Sie recht gut kennen |
| Many thanks, / Thank you, | neutral | Mails mit einer Bitte oder einem Dank |
| Thanks, | locker | schnelle Antworten im Team |
| Best, | locker | bekannte Kontakte, eher in den USA |
| Cheers, | sehr locker, eher britisch | Kolleginnen und Kollegen, die selbst so schreiben |
Wenn Sie sich nur eine Regel merken wollen: Im Zweifel „Kind regards“. Diese Grußformel ist höflich, ohne steif zu sein, und niemand liest sie als zu locker oder zu kühl.
Die Grußformeln einzeln: wann Sie welche nehmen
Kind regards und Best regards
„Kind regards“ ist das englische Gegenstück zu „Freundliche Grüße“: neutral, freundlich und für Kunden, Lieferanten, Bewerbungsmails und Behörden gleichermaßen geeignet. „Best regards“ ist eine Spur lockerer und entspricht ungefähr „Beste Grüße“ oder „Viele Grüße“. Beide sind in E-Mails Standard. Das Oxford Learner's Dictionary führt „With best/kind regards“ ausdrücklich als Schluss für E-Mails und Briefe.
Die Langform „With kind regards“ ist ebenfalls korrekt und klingt etwas förmlicher. Steigerungen wie „Kindest regards“ oder „Warmest regards“ gibt es auch, sie wirken persönlicher.
Regards
„Regards“ allein ist kurz und neutral. Es passt gut unter knappe Antworten, technische Rückfragen oder Mails an Menschen, mit denen Sie ohnehin täglich schreiben. Manche Leser empfinden das einzelne Wort als etwas kühl, weil das freundliche „kind“ oder „best“ fehlt. In einer heiklen Mail, etwa einer Absage, nehmen Sie lieber „Kind regards“.
Warm regards
„Warm regards“ oder „Warmest regards“ ist für Kontakte gedacht, mit denen Sie ein gutes Verhältnis haben: nach einem persönlichen Treffen, bei langjährigen Kunden, in einer Dankesmail. Im Erstkontakt wirkt es zu vertraut.
Best wishes und All the best
„Best wishes“ ist laut Cambridge Dictionary ein höflicher Briefschluss an eine Person, die Sie recht gut kennen. Es ist also freundlicher als „Kind regards“ und eignet sich gut für Glückwünsche, Abschiedsmails oder Kontakte, die schon fast Bekannte sind. „All the best“ ist ähnlich, aber unverbindlicher, und passt auch, wenn Sie jemanden zum letzten Mal anschreiben, etwa nach Projektende.
Best
„Best“ allein ist vor allem in den USA verbreitet und sehr knapp. Es passt zu Menschen, mit denen Sie bereits locker hin und her schreiben. Im Erstkontakt oder in einer Bewerbung wirkt es abgehackt.
Thanks, Many thanks, Thank you
Wenn Ihre Mail eine Bitte enthält, ist der Dank oft die natürlichste Grußformel. „Many thanks“ und „Thank you“ sind neutral und auch gegenüber Kunden in Ordnung, „Thanks“ ist locker. Kombinationen wie „Thanks and best regards“ sind ebenfalls üblich. „Thanks in advance“ setzt voraus, dass die andere Seite Ihre Bitte erfüllt, und kann deshalb drängend klingen. Bei großen Bitten danken Sie lieber im letzten Satz und schließen mit „Kind regards“.
Cheers
„Cheers“ ist nicht nur ein Trinkspruch, sondern im britischen Englisch auch eine lockere Form von „danke“ und „tschüss“. Das Cambridge Dictionary markiert beide Bedeutungen als „UK informal“. Benutzen Sie es nur bei Kolleginnen und Kollegen, die selbst so schreiben. An amerikanische Kunden oder im Erstkontakt passt es nicht.
Yours sincerely, Yours faithfully, Sincerely
Das sind die klassischen Briefformeln, die Sie auch in sehr förmlichen E-Mails verwenden können: Bewerbung, Beschwerde, Kündigung, Schreiben an eine Behörde. Welche die richtige ist, hängt von der Anrede ab (dazu gleich mehr).
Respectfully
„Respectfully“ oder „Respectfully yours“ ist sehr förmlich und wird im amerikanischen Englisch vor allem in Schreiben an Behörden, Gerichte oder Amtsträger verwendet. Im normalen Geschäftsalltag wirkt es übertrieben.
Yours sincerely oder Yours faithfully? Britisch und amerikanisch
Die Regel ist im britischen Englisch klar und in beiden großen Lernwörterbüchern gleich beschrieben:
- Yours faithfully schreiben Sie, wenn Sie die Person nicht mit Namen angeredet haben, also nach „Dear Sir or Madam“, „Dear Sir“ oder „Dear Madam“. Das Oxford Learner's Dictionary nennt die Formel ausdrücklich britisch, das Cambridge Dictionary „mainly UK“.
- Yours sincerely schreiben Sie, wenn Sie die Person mit Namen angeredet haben, also nach „Dear Ms Taylor“ oder „Dear Mr Patel“. Laut Cambridge schließt sie einen förmlichen Brief „to a particular person“.
- In den USA ist „Sincerely“ oder „Sincerely yours“ in beiden Fällen üblich. Oxford führt „Sincerely (yours)“ als nordamerikanische Form von „Yours sincerely“. Ebenfalls förmlich ist „Yours truly“, laut Cambridge Dictionary „mainly US“.
Eine Eselsbrücke: „sincerely“ und „surname“ (Nachname) beginnen beide mit S. Steht ein Nachname in der Anrede, folgt „Yours sincerely“.
Der häufigste Fehler ist, „Yours faithfully“ für die allgemeine Übersetzung von „Mit freundlichen Grüßen“ zu halten und es unter jede Mail zu setzen, auch unter „Dear Mr Patel“. Das ist falsch. Ebenso unnötig ist „Yours faithfully“ in einer normalen Mail an jemanden, den Sie kennen. Dort passt „Kind regards“.
Weitere Unterschiede zwischen UK und USA
- Anrede: Britisch steht nach Mr, Ms und Dr kein Punkt („Dear Ms Taylor,“), amerikanisch mit Punkt („Dear Ms. Taylor,“). In sehr förmlichen amerikanischen Briefen folgt auf die Anrede oft ein Doppelpunkt.
- Lockerheit: „Cheers“ ist britisch, „Best“ eher amerikanisch.
- Einheitlich bleiben: Wählen Sie eine Variante und bleiben Sie in der ganzen Mail dabei, bei Schreibweise (organise / organize), Datum und Titeln. Richten Sie sich nach Ihrem Gegenüber: Schreibt Ihr Kunde aus Chicago „Sincerely“, antworten Sie amerikanisch.
Anrede und Grußformel passend kombinieren
Wie im Deutschen gehören Anfang und Ende zusammen. Eine Mail, die mit „Hi Alex“ beginnt und mit „Yours faithfully“ endet, wirkt, als hätte jemand zwei Vorlagen zusammenkopiert.
| Anrede | Passende Grußformel |
|---|---|
| Dear Sir or Madam, | Yours faithfully, (UK) / Sincerely, (US) |
| Dear Ms Taylor, / Dear Mr Patel, | Yours sincerely, (Brief) / Kind regards, (Mail) |
| Dear Hiring Manager, | Yours faithfully, (UK) / Sincerely, (US) oder Kind regards, |
| Dear Alex, | Kind regards, / Best regards, |
| Hello Alex, | Best regards, / Many thanks, |
| Hi Alex, | Best, / Thanks, / Cheers, |
| Dear all, / Hi all, | Best regards, / Thanks, |
Zwei Hinweise zur Anrede selbst: Für Frauen ist Ms die neutrale Standardanrede, unabhängig vom Familienstand. „Miss“ ist im Geschäftsleben kaum noch üblich, „Mrs“ nehmen Sie nur, wenn die Person sich selbst so nennt. Und nach dem Komma der Anrede beginnt der erste Satz in der nächsten Zeile im Englischen groß („Thank you for ...“), im Deutschen dagegen klein.
Wie im Deutschen gilt außerdem: Spiegeln Sie Ihr Gegenüber. Unterschreibt Ihre Ansprechpartnerin mit „Best, Sarah“ und spricht Sie mit „Hi“ an, dürfen Sie nachziehen. Englischsprachige Mails werden in der Regel schneller locker als deutsche.
Der Satz vor der Grußformel
Englische Mails enden selten direkt mit der Grußformel. Davor steht meist ein kurzer Schlusssatz, der sagt, was als Nächstes passiert. Die gängigsten:
| Englisch | Deutsch |
|---|---|
| I look forward to hearing from you. | Ich freue mich auf Ihre Antwort. |
| Please let me know if you have any questions. | Bei Fragen melden Sie sich gern. |
| Please do not hesitate to contact me if you need any further information. | Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. |
| Thank you for your help. | Vielen Dank für Ihre Hilfe. |
| Thank you for your quick reply. | Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. |
| I look forward to working with you. | Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. |
| Have a nice weekend. | Schönes Wochenende! |
„I look forward to hearing from you“ ist förmlich und sicher. Achten Sie auf die Form: nach „look forward to“ folgt die ing-Form, also „to hearing“, nicht „to hear“. Die lockere Variante lautet „Looking forward to hearing from you“. Der Schlusssatz steht als eigener Satz mit Punkt, danach folgt eine Leerzeile und dann die Grußformel.
Komma, Großschreibung, Zeilen: die richtige Form
Komma: im Englischen ja, im Deutschen nein
Im Englischen steht nach der Grußformel in der Regel ein Komma, darunter folgt Ihr Name:
I look forward to hearing from you.
Kind regards,
Katrin Weber
In den Wörterbuchbeispielen von Cambridge („Yours faithfully, Thomas Jackson“) und Oxford („With best/kind regards,“) ist das Komma ebenso gesetzt. Genau umgekehrt ist es im Deutschen: Nach „Mit freundlichen Grüßen“ steht nach DIN 5008 kein Komma. Wer viel zweisprachig schreibt, verwechselt das leicht. Merken Sie sich: Das Komma gehört zur englischen Grußformel, in deutschen Mails ist es falsch.
Im britischen Geschäftsbrief sieht man außerdem oft die sogenannte offene Zeichensetzung: Nach der Anrede und nach der Grußformel steht dann gar kein Satzzeichen („Dear Ms Taylor“ ... „Yours sincerely“). Auch das ist korrekt. Falsch sind nur Punkt und Ausrufezeichen. Entscheiden Sie sich für eine Variante und bleiben Sie innerhalb der Mail dabei. Mehr zu den deutschen Regeln steht in unserem Ratgeber zur Grußformel in der E-Mail.
Großgeschrieben wird nur das erste Wort
Richtig ist „Kind regards“, „Best wishes“, „Yours sincerely“. Falsch ist „Kind Regards“ oder „Yours Sincerely“. Das zweite Wort ist ein ganz normales Wort im Satz und wird kleingeschrieben, so schreiben es auch Oxford und Cambridge in ihren Einträgen und Beispielen.
Kein Ausrufezeichen, kein Punkt
„Best regards!“ oder „Kind regards.“ ist falsch. Die Grußformel endet mit dem Komma (oder bei offener Zeichensetzung ohne Zeichen), danach kommt der Name. Ein Ausrufezeichen dürfen Sie dem Satz davor geben, wenn es passt („Have a great weekend!“), nicht der Grußformel.
Name und Leerzeile
Unter die Grußformel setzen Sie Ihren Namen, in E-Mails meist mit einer Leerzeile dazwischen oder direkt in der nächsten Zeile. Im ersten Kontakt schreiben Sie den vollen Namen, in laufender Korrespondenz reicht der Vorname. Steht Ihr voller Name bereits als erste Zeile in der Signatur, schreiben Sie ihn nicht doppelt.
Typische Fehler deutscher Absender
- „With friendly greetings“ oder „With friendly regards“. Die wörtliche Übersetzung von „Mit freundlichen Grüßen“ gibt es im Englischen nicht. Richtig ist „Kind regards“.
- „Best greetings“ oder „Many greetings“. Ebenfalls wörtlich übersetzt aus „Beste Grüße“ und „Viele Grüße“. Im Englischen heißt es „Best regards“ oder „Best wishes“.
- „Greetings“ allein. Als Grußformel unüblich, im Englischen eher eine Begrüßung am Anfang. Am Ende nehmen Sie „Regards“.
- „Lovely greetings“ oder „Love“ für „Liebe Grüße“. „Love“ schreibt man im Englischen an Familie und Freunde, nicht an Geschäftspartner.
- „Yours faithfully“ nach einer Anrede mit Namen. Siehe oben: Nach „Dear Mr Patel“ gehört „Yours sincerely“ oder „Kind regards“ darunter.
- „Kind Regards“ mit großem R. Nur das erste Wort wird großgeschrieben.
- Abkürzungen wie „BR“, „KR“ oder „Rgds“. Sie sind das englische Gegenstück zu „MfG“ und wirken genauso lieblos. Schreiben Sie die zwei Wörter aus.
- Ausrufezeichen nach der Grußformel. „Kind regards!“ wirkt wie gerufen.
- „Hi“ oben, „Yours sincerely“ unten. Anrede und Grußformel passen im Ton zusammen (siehe Tabelle oben).
- „See you soon“ an Kontakte, die Sie nie sehen. Bei Geschäftspartnern auf einem anderen Kontinent klingt das floskelhaft. „Speak soon“ passt, wenn ein Telefonat ansteht.
Deutsche Grußformel, englische Entsprechung
Wörtlich übersetzen lassen sich Grußformeln kaum. Diese Tabelle zeigt, was im Englischen der deutschen Formel in Ton und Anlass am nächsten kommt.
| Deutsch | Englisch | Förmlichkeit |
|---|---|---|
| Sehr geehrte Damen und Herren ... Mit freundlichen Grüßen | Dear Sir or Madam ... Yours faithfully (UK) / Sincerely (US) | sehr förmlich |
| Sehr geehrte Frau Taylor ... Mit freundlichen Grüßen | Dear Ms Taylor ... Yours sincerely (UK) / Sincerely (US) | förmlich |
| Freundliche Grüße | Kind regards | neutral bis förmlich |
| Mit besten Grüßen | With best regards | neutral bis förmlich |
| Beste Grüße | Best regards | neutral |
| Viele Grüße | Best regards / Best wishes | neutral, freundlich |
| Herzliche Grüße | Warm regards / Best wishes | warm |
| Hochachtungsvoll | Respectfully (US) / Yours faithfully (UK) | sehr förmlich, distanziert |
| Vielen Dank und freundliche Grüße | Many thanks and kind regards | neutral |
| Danke und viele Grüße | Thanks and best regards | neutral, locker |
| Gruß | Regards | knapp |
| Bis bald | Speak soon / Talk soon | locker |
| Alles Gute | All the best | freundlich |
| Liebe Grüße | Love (nur privat) | privat |
| MfG | (keine; ausschreiben) | vermeiden |
Englische Grußformel im Brief
Im klassischen englischen Geschäftsbrief gelten dieselben Formeln, nur strenger. Im britischen Brief schreiben Sie fast immer „Yours sincerely“ (mit Namen) oder „Yours faithfully“ (ohne Namen). „Kind regards“ ist im Brief möglich, wenn Sie die Person kennen, wirkt aber eher nach E-Mail. Im amerikanischen Brief ist „Sincerely“ üblich, seltener „Yours truly“.
Der Aufbau unter dem letzten Satz:
Yours sincerely,
(Platz für die Unterschrift)
Katrin Weber
Head of Sales
Zwischen Grußformel und getipptem Namen lassen Sie Platz für die handschriftliche Unterschrift. Darunter stehen Name und Position. In einer E-Mail entfällt der Platz, dort folgt der Name direkt oder nach einer Leerzeile.
Die Signatur unter der englischen Grußformel
Die Grußformel tippen Sie jedes Mal selbst, darunter steht Ihre Signatur. Wenn Sie viel auf Englisch schreiben, sollte auch die Signatur so lesbar sein, dass ein Empfänger in London oder Toronto ohne Rätselraten zurückrufen kann. Vier Dinge sind wichtig.
1. Die Position auf Englisch. „Vertriebsleiterin“ versteht im Ausland niemand. Gängige Entsprechungen:
| Deutsch | Englisch |
|---|---|
| Geschäftsführer / Geschäftsführerin | Managing Director (bei kleinen Firmen auch CEO) |
| Vertriebsleitung | Head of Sales |
| Projektleitung | Project Manager |
| Assistenz der Geschäftsführung | Executive Assistant |
| Einkauf | Purchasing / Procurement |
| Buchhaltung | Accounting / Accounts |
| Auszubildende(r) | Apprentice / Trainee |
Das sind übliche Entsprechungen, keine Pflicht. Bei größeren Firmen gibt es oft eine festgelegte englische Bezeichnung, fragen Sie dann intern nach.
2. Die Telefonnummer im internationalen Format. Ländervorwahl +49, die Null der Ortsvorwahl fällt weg: aus 089 0004170 wird +49 89 000 4170. So kann jeder die Nummer direkt wählen, auch vom Handy aus.
3. Website und Adresse mit Land. Hängen Sie an die Adresse „Germany“ an. Die Website schreiben Sie ohne „www“ und „https“, das ist kürzer.
4. Die Pflichtangaben bleiben. Eine englischsprachige Mail einer deutschen GmbH ist immer noch ein Geschäftsbrief. § 35a GmbHG verlangt die Angaben auf allen Geschäftsbriefen „gleichviel welcher Form, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet werden“, eine Ausnahme für Mails ins Ausland oder auf Englisch nennt das Gesetz nicht. Sie dürfen die Bezeichnungen übersetzen, lassen aber Rechtsform und Registergericht im Original: „GmbH“ bleibt „GmbH“ (nicht „Ltd.“), „Amtsgericht München“ bleibt „Amtsgericht München“. Welche Angaben je Rechtsform gelten, steht in unserem Ratgeber zur E-Mail-Signatur. Dies ist keine Rechtsberatung.
So sieht das Ganze aus:
Thank you for your quick reply. I have attached the updated quote.
Kind regards,
Katrin Weber
Head of Sales
Weber Messtechnik GmbH
Phone +49 89 000 4170 · weber-demo.de
Leopoldstraße 18, 80802 Munich, Germany
Weber Messtechnik GmbH · Registered office: Munich, Germany
Commercial register: Amtsgericht München, HRB 123456
Managing directors: Katrin Weber, Jonas Weber
Name, Firma, HRB-Nummer und Telefonnummer sind erfunden.
Eine solche Signatur müssen Sie nicht von Hand bauen. Mit Signguin geben Sie Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse ein, Signguin übernimmt Logo, Farben und Kontaktdaten von Ihrer Firmenwebsite, und Sie tragen Position und Texte auf Englisch ein. Die Pflichtangaben kommen in das Feld „Rechtlicher Hinweis / Pflichtangaben“. Die fertige Signatur kopieren Sie mit „Signatur kopieren“ und fügen sie in Outlook, Gmail oder Apple Mail ein. Ohne Anmeldung und ohne Kreditkarte. In der kostenlosen Version steht am Ende ein kleiner Hinweis „Erstellt mit Signguin“ in der Sprache des Generators. Soll die Signatur komplett englisch sein, nutzen Sie die englische Version des Generators, dann ist auch dieser Hinweis englisch.
Für Gmail, Outlook & Apple Mail
|
E-Mails in zwei Sprachen
Viele Firmen schreiben morgens an den Kunden in Hamburg und mittags an den Lieferanten in Manchester. Drei Regeln halten das sauber:
Eine Sprache pro Mail. Antworten Sie in der Sprache, in der Ihr Gegenüber schreibt. Eine deutsche Mail bekommt eine deutsche Grußformel ohne Komma, eine englische eine englische mit Komma. Doppelte Grußformeln wie „Viele Grüße / Kind regards“ sind nur sinnvoll, wenn eine Mail tatsächlich an beide Sprachgruppen geht, etwa an einen gemischten Verteiler. Dann schreiben Sie den Text zweisprachig und setzen jeweils die passende Grußformel darunter.
Zwei Signaturen statt einer gemischten. Eine Signatur mit „Geschäftsführerin / Managing Director“ und „Tel. / Phone“ in jeder Zeile wird schnell unübersichtlich. Einfacher sind zwei Fassungen: eine deutsche und eine englische. Outlook, Gmail und Apple Mail erlauben mehrere Signaturen, zwischen denen Sie beim Schreiben wechseln. Mit Signguin erstellen Sie die zweite Fassung in wenigen Minuten, speichern beide mit Ihrer E-Mail-Adresse und öffnen sie später unter „Meine Signaturen“ wieder, wenn sich etwas ändert.
Pflichtangaben in beiden Fassungen. Auch die englische Signatur einer GmbH trägt Rechtsform, Sitz, Registergericht, Handelsregisternummer, alle Geschäftsführer und ggf. den Aufsichtsratsvorsitz, siehe oben.
Häufige Fragen zur englischen Grußformel
Was heißt „Mit freundlichen Grüßen“ auf Englisch?
In E-Mails „Kind regards“ oder „Best regards“. In förmlichen britischen Briefen „Yours sincerely“, wenn Sie die Person mit Namen angeredet haben, und „Yours faithfully“ nach „Dear Sir or Madam“. In den USA ist „Sincerely“ in beiden Fällen üblich. Eine wörtliche Übersetzung wie „With friendly greetings“ gibt es nicht.
Kommt nach „Best regards“ ein Komma?
Ja. Im Englischen steht nach der Grußformel üblicherweise ein Komma, darunter folgt der Name: „Best regards,“ und in der nächsten Zeile „Katrin Weber“. Im Deutschen ist es umgekehrt: Nach „Mit freundlichen Grüßen“ steht nach DIN 5008 kein Satzzeichen. Ausrufezeichen und Punkt sind in beiden Sprachen falsch.
Kind regards oder Best regards: was ist förmlicher?
„Kind regards“ ist eine Spur förmlicher und entspricht „Freundliche Grüße“. „Best regards“ ist etwas lockerer, ungefähr wie „Beste Grüße“ oder „Viele Grüße“. Beide sind in geschäftlichen Mails völlig in Ordnung, auch im Erstkontakt. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie „Kind regards“, das ist fast immer richtig.
Wann schreibe ich Yours sincerely und wann Yours faithfully?
„Yours sincerely“ steht unter Briefen und förmlichen Mails, in denen Sie die Person mit Namen anreden („Dear Ms Taylor“). „Yours faithfully“ steht nur nach einer Anrede ohne Namen („Dear Sir or Madam“). Die Unterscheidung ist britisch; Oxford und Cambridge beschreiben sie gleich. In den USA ist „Sincerely“ in beiden Fällen üblich.
Schreibt man „Kind Regards“ groß?
Nein, nur das erste Wort: „Kind regards“, „Best wishes“, „Yours sincerely“. Das zweite Wort ist ein normales Wort im Satz und wird kleingeschrieben. „Kind Regards“ mit großem R gilt als falsch, den man auch bei Muttersprachlern oft sieht. Deutsche Absender rutschen leicht hinein, weil „Grüße“ im Deutschen großgeschrieben wird.
Brauche ich die Pflichtangaben auch in englischen E-Mails?
Ja. § 35a GmbHG (GmbH), § 80 AktG (AG) und § 37a HGB (eingetragene Kaufleute) gelten für alle Geschäftsbriefe „gleichviel welcher Form“, eine Ausnahme für englische Mails nennen sie nicht. Sie dürfen die Bezeichnungen übersetzen („Registered office“, „Commercial register“, „Managing directors“), lassen Sie Rechtsform und Registergericht am besten im Original stehen. Dies ist keine Rechtsberatung.

